Nachruf Rolf Boettcher

Hauptkategorie: Aktuelles Erstellt: Sonntag, 14. Dezember 2014 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 14. Oktober 2015 Veröffentlicht: Sonntag, 14. Dezember 2014 Geschrieben von JK

*** 14.12.2014 +++

Auch unser Verein trauert um unser Mitglied Rolf Boettcher, der uns sehr verbunden war: Er war einer der regelmäßigsten Teilnehmer unserer Treffen, konnte immer mit neuen Fundstellen und Büchern sowie seinem hervorragenden Sachverstand und Auffassungsgabe glänzen. Er war sehr vielseitig interessiert und informiert. Sein Engagement ging aber auch finanziell über den Mitgliedsbeitrag hinaus, denn er spendete zusätzlich viel mehr noch für unsere Miete des Sammlungslagers. Außerdem war er bei manchen Aktionen mit dabei. Im Bild unten links sehen wir (während einer Ausstellung Sept. 2001 in der HAWK "Vom Abakus zum Pentium") eine Demonstration der kümmerlichen Rechenleistung eines Commodore PET 8-Bit-Rechners, indem eine Primzahlzerlegung vorgeführt und diskutiert wurde. Im Bild unten rechts "feiern" wir das 10-Jährige Bestehen des Vereins mit einer Rechenmaschine und einem Planimeter.... und einem guten Getränk.

Rolf Boettcher HAWK-CCG Jubiläum 9.9.2009

Selbstverständlich hat gerade er die Computerentwicklung in allen Entwicklungsstufen miterlebt, von der Lochkarte bis zum Supercomputer . Sein Herz hing besonders an den frühen DEC-Rechnern (digital equipment corporation), und er kannte sich in historischen Großrechnern bestens aus, was wir nur erahnen konnten anhand der Literatur, die er besaß. Das Basteln an unseren Rechnern überlies er weitgehend den anderen Aktiven. Aber bei Gelegenheit -siehe Bild- packte er auch mit an. Wir sehen dort eine MINC, über deren Teilfunktionen diskutiert wurde. Genauere Informationen holte Rolf aus dem System-Manual, nachdem vergeblich spekuliert worden war; gewissenhaft eben. Den Filter aus gealtertem Kunsstoff (so ähnlich "Fliegenschwamm", konnten wir wie Knete zu einem Ball zusammenquetschen. Das Alter hat den Kunststoff umgeformt.

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Wir nehmen Abschied in großer Trauer, denn Rolf war kerngesund und lebensfroh, bis er uns von seiner tödlichen Krankheit erzählte. Wir begriffen nicht, wie schnell diese Krankheit zuschlagen kann. Rolf war zwar Zweckpessimmist, hatte aber noch Hoffnung auf eine erfolgreiche Behandlung. Deshalb haben wir auch nicht nachgefragt über seinen jeweiligen Zustand. Und wir konnten uns nicht verabschieden. Das tun wir nun post hum: Lieber Rolf, mach es gut da oben. Wir werden Dich nicht vergessen.

Rolf Boettcher Göttingen

siehe auch die Todesanzeigen im Göttinger Tageblatt, hier online

DLR-Todesanzeige     Familien-Todesanzeige

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