+++ 15.10.2025 +++

Am Samstag, den 11.10. zeigten wir einen Gegenentwurf zu all den Farb-Flimmerkisten, Spielen, Blinklampen und Tastaturen der ca. 80 Aussteller: Mechanik, Handverfahren, Rechenmaschinen und längst vergessene DV-Methoden (eben nicht E…DV).
Der Besucherstrom war Rekord: ca. 3700 an zwei Tagen. Großes Gewusel in den Gängen, vor allem am späten Vormittag und ca. 14:30 bis 16:30 Uhr. Sehr laut, man musste ziemlich brüllen. Danke der Cafeteria und dem DoReCo für die Verpflegungsbons. Eintritt war ja für Aussteller und Besucher frei!
- PLANIMETER: mechanischer Integrator , Flächenmesser
- BADENIA: elektro- mechanische Rechenmaschine
- BRUNSVIGA:mechanische Rechenmaschine
- Curta: Rechenmaschine im Taschenformat
- DIGICOMP 1: 3-Bit-mechanischer Computer
- Großer Schulrechenschieber mit kleinem Rechenschieber
- KEYDEX– Datenbankabfrage / B-retrieval per 10.000-Löcher-Karten
- ABAKUS, RECHENAFFE
Der Digicomp, ein mechanisches Meisterwerk aus Plastik, Draht und Gummi, wurde am häufigsten bewundert, so dass Jörg viel zu reden hatte. (Das Video davon auf einem Bildschirm lockte viele Besucher an unseren Tisch.)
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Zu der Brunsviga Rechenmaschine zog es auch einige Besucher hin, deren Funktion ich erklärte. Immer wieder Staunen ob der genialen einfachen (,wenn man es verstanden hatte,) Konstruktion. Leider rauchte es aus der elektromechanischen Badenia; sie war kaputtgegangen vor Ort. Man konnte aber noch die Geschwindigkeit der motorischen Kurbelung kurz vorführen: Maschinengewehr-like. Schließlich holte ich dann noch die wertvolle CURTA aus der Tasche. (Die stellt man nicht einfach aus, zu diebstahl-gefährdet.) Da fiel den Meisten die Kinnlade runter; also musste die auch vorgeführt werden. Wieder was gelernt …..
Viele Ältere kannten noch den Rechenschieber. Und wer nicht, wurde an diesen „Zauberstab“ herangeführt. Nach dem normalen Multipliz- und Divid-ieren kamen dann die Sonderskalen dran (x hoch zwei oder drei, sin, tan, ln …..). So kam ein Schul-Rechenstab (Aristo) aus den 1970ern noch zu spätem Nutzen.
Das Keydex-System hat kein Interesse geweckt. Ich musste aktiv darauf aufmerksam machen und meine Erklärung aufdrängen. Dann aber staunte man nicht schlecht darüber besonders die Informatiker.
Ein paar ganz Neugierige setzten sich an den Planimeter, den keiner kannte, wie auch den Keydex. Die Fläche des Müggelsees konnte man nach Umrundung mit der Fahrlupe direkt am Zählrad ablesen. Eine Umdrehung mit Teilung 100 entsprach 100 (10*10) qcm.
Abakus und Rechenaffe konnten ebenfalls dem Publikum in die Hand gegeben werden zum Selberausprobieren.
DAS ist der Unterschied unserer musealen Aktionen gegenüber etablierten Museen!
PS: Leider konnte ich keinen Vortrag halten; von den drei angebotenen Themen wurde keines rückgemeldet. Vor Ort hieß es dann, dass ich doch einen Vortrag halten sollte, war dann aber nicht in der Lage: keine pptx-Datei, kein Laptop dabei. Schade!






