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Hermann Hollerith: 150er Geburtstag |
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Geschrieben von: Jens Kirchhoff
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Dienstag, den 02. März 2010 um 13:26 Uhr |
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Herman Hollerith (* 29. Februar 1860 in Buffalo, New York; † 17. November 1929 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Unternehmer und Ingenieur. Er ist Erfinder des nach ihm benannten Hollerith-Lochkartenverfahrens in der Datenverarbeitung.....
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http://de.wikipedia.org/wiki/Herman_Hollerith
Zusätzlich zu der wikipedia-Information sei hier verwiesen auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung Nr.48 S.24 (27/28 Feb 2010) mit dem Titel "Unfehlbar wie die Mühlen Gottes". Dort werden weitere interessante Details erwähnt:
- Spizname des Kartensortierers und -zählers der Volkszählung war "statistisches Klavier"
- Die Kontakte funktionierten mit Quecksilber: Die Dämpfe wurden eingeatmet.
- Alle 4 Sekunden mussten die Damen eine Karte wechseln.
- Um dem Druck zu entgehen, pusteten sie die Kontaktlöcher voll Dreck.
- In der Reparaturpause schüttete man das dreckige Quecksilber auf den Boden.
- Die Kartentechnik war 9 mal schneller als die Konkurrenz (Zählung 1890)
- In Deutschland verzichtete man auf Hollerithmaschinen, um bedürftigen Menschen diese Arbeit zu geben.
- Ein Staffelwalzen-Addierwerk beschleunigte die Auswertung auf 400 Karten/min
- Der Hauptverdienst erfolgte durch die Verleihung der Maschinen und den Verkauf der leeren Karten. (1000 Stück a30ct Kosten: im Verkauf zu 1$ / 1890)


... und wehe, dem Programmierer fiel sein Lochkartenstapel hin. Sortieren nur von Hand! Außerdem verknickten die Karten z.T. im optischen Leser. Da freute sich der Operator , der alleine in dem Rechenzentrum an die Apparate, dafür aber alle Fehler beseitigen durfte. Höllenlärm der Stanzerbatterien und Sortiermaschinen. 1976 habe ich für 16 DM ein 1000er-Pack gekauft, aber nur ganz wenige ALGOL- und FORTRAN-Programme gestanzt. "Programmieren im Maschinenbau" hieß diese neue fortschrittliche Vorlesung an der TU Braunschweig. |
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 05. März 2010 um 15:07 Uhr |